Kita-Alltag: Multitasking auf Profi-Level

Shownotes

In dieser Folge sprechen wir offen über die Herausforderungen im Kita-Alltag – und davon gibt es einige. Zwischen Zeitdruck, wachsender Dokumentation, Personalengpässen und den unterschiedlichen Bedürfnissen von Kindern, Eltern und Fachkräften stellt sich oft die Frage: Wie kann das alles gelingen – oder kann es das überhaupt?

Wir teilen unsere Erfahrungen mit stressigen Situationen, sprechen über herausforderndes Verhalten von Kindern und darüber, wie schnell man selbst an Grenzen kommt. Gleichzeitig geht es aber auch um Lösungsansätze, kleine Lichtblicke und die Bedeutung von Zusammenhalt im Team.

Zum Abschluss gibt es wieder unseren „Kita-Moment des Monats“ – diesmal mit einem besonderen Fokus auf Wertschätzung, Engagement und den Rückhalt, den Kolleg*innen im Alltag füreinander geben.

Eine ehrliche Folge aus dem echten Kita-Leben – zwischen Überforderung, Reflexion und ganz viel Herz.

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Transkript anzeigen

00:00:01: Kita-Kränzchen zwischen Chaos und Kleinwundern.

00:00:11: Hallo, Kerstin!

00:00:12: Hallo Easy!

00:00:14: Willkommen zu unserem Kita-kränz'n.

00:00:16: Das ist immer so komisch umzuswitschen.

00:00:17: gerade eben haben wir noch ganz normal gequatscht.

00:00:19: und jetzt was wir in den Podcast-Modus umschalten herzlich willkommen zur einer neuen Folge unseres Kita-Podcasts.

00:00:27: Richtig?

00:00:32: Du seht ihr es schon wieder hier los?

00:00:34: Kita- Kränzchen.

00:00:36: Ich war gerade bei Kita Kaus oder richtig nice.

00:00:38: Nee, frisch Kaus und kein Wunder!

00:00:40: Ja

00:00:40: genau Willkommen zu unserem Podcast zu einer neuen Folge an diesem.

00:00:45: Wir nehmen heute einen Dienstag auf.

00:00:48: Richtig ist es wir fallen heute mal wirklich ganz außer

00:00:50: der Reihe.

00:00:52: Es ist Dienstag, fünfzehn Uhr, Zweiunddreißig bin ich heute auf.

00:00:56: das ist gar nicht unsere Zeit eigentlich in unserer Zeit Freitag Vormittag

00:01:00: Genau da ist man schon so im freitagsmodus.

00:01:02: ja aber jetzt hat er leider noch lange durchzuhalten.

00:01:05: Aber wir wollen es nicht beschwerden, ne?

00:01:07: Wir hatten ja jetzt auf jeden Fall ein sehr langes Wochenende schon vor einiger Zeit eine Ostern war.

00:01:16: Das

00:01:16: gefühlt schon mir so lange her!

00:01:20: Es war

00:01:21: Ostern

00:01:21: und das Schöne war ja.

00:01:23: also was heißt das Schöhne?

00:01:24: aber es waren ja vierzehn Tage Osterferien und dadurch waren natürlich auch viel viel weniger los.

00:01:31: man hat einiges schaffen können.

00:01:33: Das stimmt

00:01:35: Und wir sind eigentlich relativ entspannt in diese Woche gestartet.

00:01:41: Ja, also mich hat es ja vor Ostern einmal flachgelegt.

00:01:48: Ansonsten hätte ich natürlich auch viel schaffen können.

00:01:50: Wir haben tatsächlich auch wenig Kinder gehabt aber mich hat's jetzt wirklich so aus den Latschen gehauen gehabt dass gar nichts mehr ging und das kenne ich ja auch eigentlich weniger von mir.

00:02:00: aber scheinbar mein Körper die Pause mal gebraucht bin seit letzter Woche aber auch wieder da.

00:02:07: Letzter Woche?

00:02:08: Ja, müsste er letzte Woche gewesen sein.

00:02:11: und genau habe jetzt gerade mit meiner Kollegin die Gruppe nur zu zweit für unsere anderen Kolleginnen im Urlaub ist Und wie gesagt haben wir machen das ganz entspannt mit uns beiden aus.

00:02:24: Da weiß man Wir wissen ganz genau die Abläufe, wissen wie man tickt und deswegen ist es aber auch gerade ein bisschen.

00:02:31: Das ist Herausforderung?

00:02:33: Ich wollte gerade sagen, da steht man schon vor ganz besonderen Herausforderungen.

00:02:37: Total!

00:02:38: Also es ist trotzdem schön aber ja anders herausfordernd wenn man dann eben nur zu zweit ist und man muss sich gut organisieren können.

00:02:46: Genau.

00:02:47: Wirdst du vorher noch irgendwas erzählen weil ansonsten...

00:02:50: Nein eigentlich hast Du alles so zauberhaft gesagt uns geht's gut alles frisch und von daher

00:02:57: Ja stehen wir eigentlich quasi schon in unserem Kita ABC.

00:03:00: Wir haben es ja gerade schon ein bisschen angedeutet.

00:03:03: Wir sind beim Buchstaben.

00:03:05: Können wir mal dieses...

00:03:11: Wie

00:03:12: herausforderungen?

00:03:14: Genau!

00:03:16: Und was sind denn so typische Herausforderungen, wie sie stellen dir ganz kurz folgende Situations vor?

00:03:21: Ja weißt du ich schließe die Augen dann gleich mit.

00:03:23: Super

00:03:24: genau Es ist acht Uhr morgens.

00:03:27: drei Kinder waren gleichzeitig.

00:03:30: Ein Elternteil möchte dringend ein Gespräch führen, ein kurzes Gespräch.

00:03:34: Und eine Kollegin ist krank.

00:03:37: So,

00:03:37: pass auf!

00:03:38: Hinter dir ist alles laut und deine To-do liste es lang für den ganzen Tag.

00:03:45: Der Tag hat erst gerade begonnen.

00:03:47: Ist das sauberhaft

00:03:47: oder?

00:03:48: Das ist ganz großartig.

00:03:48: Ist es jetzt Herausforderungen für dich?

00:03:51: Nein überhaupt

00:03:52: nicht...

00:03:54: Natürlich ist es herausfordernd.

00:03:56: Und das ist ja auch eine Situation, die jetzt nicht unüblich ist für unseren Job.

00:04:00: Fast täglich.

00:04:03: Also wir stolpern jeden Tag über gewohnte Herausforderungen, Herausforderung, die neu dazukommen mit denen man vorher irgendwie gar nicht gerechnet hat und ja stehen immer wieder vor Aufgaben, die wir irgendwie meistern müssen?

00:04:22: Genau!

00:04:23: Und darum geht es heute in unserem Podcast.

00:04:27: Praktisch, welche Herausforderungen gibt es für uns Erzieher im Kita-Alltag?

00:04:31: Genau!

00:04:31: Also vorher weg muss man ja einfach sagen, Erziehern leisten jeden Tag wirklich unglaublich viel.

00:04:38: Es ist nicht nur Kaffee trinken und Kuchen essen Manchmal auch so wie wir das gerade machen.

00:04:45: Ja

00:04:45: Wir trinken hier gerade einen schönen Kaffee, wir essen kein Kuchen.

00:04:49: Darf ich Wärmung machen?

00:04:50: Nein darfst du nicht!

00:04:51: Ich

00:04:51: darf keine Wärme machen.

00:04:52: So eine leckere Schokolade die aussieht wie Nilpferd aus dem Gildstark.

00:04:56: Die ist gefüllt.

00:04:56: Die essen wir gerade

00:04:57: und

00:04:58: mögen wir sehr gerne.

00:04:59: Die hat die Kerstin für uns mitgebracht.

00:05:02: Wir begleiten Kindern ihrer Entwicklung, fördern sie individuell und sorgen gleichzeitig für Struktur und Sicherheit.

00:05:08: Doch der Beruf von uns bringt natürlich auch sehr viele Herausforderungen mit sich.

00:05:14: Das stimmt allerdings!

00:05:15: Und ich würde mal anfangen weil... Ich muss dazu sagen wir haben uns gedacht, wir machen auch so eine kleine Umfrage in unserem Team und ich bin so durch unser Team gegangen.

00:05:26: in der Hugenottenhof-Kita und ich sage es dir easy an erster Stelle bei uns Collegium stand der Personalmangel.

00:05:35: Also Personalmange bedeutet, das ist eine große Herausforderung weil man eben den Tag nicht so umsetzen kann wie man ihn vielleicht geplant hat.

00:05:45: Man muss umswitchen, man muss spontan sein genau und manchmal bedeutet man hat größere Gruppen, man musst zwei Gruppen zusammenlegen Ja, man hat weniger Zeit für jedes Kind.

00:05:59: Also gerade wenn ich sage mal was ich auch gerne mache es sind so diese Dokumentationsarbeiten im Sprachlerntagebuch muss ich halt wieder aufschieben weil ich mir die Zeit eben nicht nehmen kann weil du ja

00:06:09: doch

00:06:10: was du dir aber eigentlich geplant hast genau und ich finde das bedeutet sowieso mehr Stress fürs Team.

00:06:16: Total!

00:06:17: Wenn

00:06:17: ein Kollege zwei Kollegen fehlen dann ist es schon das merkt man auch von Atmosphäre.

00:06:24: Alles sind ein bisschen

00:06:24: angespannt.

00:06:25: Genau, genau!

00:06:26: Gucken

00:06:26: halt wie sie den Tag rüberbringen.

00:06:29: Man muss da zu sagen wer krank ist, ist krank.

00:06:31: Ohne Frage.

00:06:31: Auf jeden Fall nach Hause ins Bett um sich auszukurieren.

00:06:35: das ist ja auch immer das was wir den Eltern sagen.

00:06:37: Wir möchten hier auch keine Krankenkinder genauso wenig möchten die kranke Kollegen und Kolleginnen hier haben.

00:06:43: aber natürlich bedeutet dass für den Rest des Teams die Arbeit eben mit aufzufangen.

00:06:47: Und es gibt Momente Da kann man das vielleicht gut Ja Und dann gibt's Momente, da ...

00:06:53: Es ist ja auch immer Tagesformapen.

00:06:55: Genau!

00:06:56: Es macht ja auch gar ... Also es ist oftmals so, dass du eine ... Wenn du in deiner Gruppe bist, du kennst ja deine Kinder?

00:07:04: Mhm.

00:07:05: Noch wenn du sie kennst und seit mehreren Jahren kennst, gibt das immer wieder Tage, wo du nach Hause gehst und denkst, ah, was war das denn

00:07:13: heute?!

00:07:14: Da war wirklich... Als hätten die Kinder noch nie was von Regeln Struktur gehört also als wäre es neu.

00:07:21: Das ist aber meist so.

00:07:23: Ich finde sowieso, es ist ... Wenn du jetzt denkst, das läuft ja eigentlich gut und kriegen noch alles hin?

00:07:29: Nee!

00:07:30: Dann läuft's aus dem Ruder.

00:07:31: Ja.

00:07:32: Und was ich auch gerne mache in so'n Momenten, wo du dann eben mit weniger Personal auskommen musst... Also bist du zum Beispiel wie wir die Woche zu zweit und sagst, du brauchst keinen für die Pausenausslösung In der Mittagsruhe ist entspannt oder bis dann eben kurz vorm Aufräumen.

00:07:49: Dann schicke ich meine Kollegen ruhigen Gewissens auf jeden Fall in die Pause und Ich mache das ganz gern, ich hole mir die Kinder zusammen setz mich einmal kurz hin und bespreche das mit denen.

00:08:00: Hey ihr wisst!

00:08:01: Ich bin jetzt mit euch alleine.

00:08:02: Das ist jetzt ein bisschen anstrengender als sonst.

00:08:06: wenn irgendwas ist... Ich wünsche mir aber, dass es funktioniert.

00:08:10: Und das wenn ich jetzt in zehn Minuten sage, dass wir aufräumen müssen weil dann ist Festbarzeit oder was auch immer, dann wünsche ich mir, dass das klappt!

00:08:19: Also, ich würde sagen, in den ninety-fünf Prozent der

00:08:22: Fälle

00:08:22: klappt das auch gut und man kann sich wirklich toll auf die Kinder verlassen.

00:08:26: Man muss natürlich immer so ein bisschen gucken.

00:08:27: Meine Kinder sind jetzt also die zweitältesten Kinder der Einrichtung.

00:08:32: Da kann nicht ruhigen gewissens die Gruppe für eine halbe Stunde alleine machen.

00:08:36: Natürlich ist es bei den kleineren Kindern

00:08:39: nicht unser

00:08:39: Anspruch.

00:08:40: Aber mit den größeren

00:08:41: kann

00:08:42: man das super gut überprüfen.

00:08:42: Das Gute ist man ja mit den großen.

00:08:43: Wie gesagt, ich bin ja nur bei den Tinten gelexten und da kann man es ja super... mit denen besprechen.

00:08:49: Und ich finde, die machen das dann auch wirklich toll!

00:08:52: Oder auch wenn du dann eben Hilfe brauchst bei irgendwas?

00:08:54: Ja, ja... Das sind ja immer super stolz

00:08:57: zu helfen.

00:08:57: Deswegen ist es bei den großen Kindern gerade immer so ein bisschen... Also ein wenig leichter, dass quasi zu überbrüten.

00:09:03: Auf jeden Fall und wie du schon meintest also bei den Kleineren ist es ja nicht unser

00:09:06: Anspruch.

00:09:07: Ich weiß nicht, wie's dir geht.

00:09:08: Wir hatten auch schon mehrere Phasen und Wochen wo wir irgendwie extrem Personalmangel hatten.

00:09:15: Wir unterstützen uns gegenseitig in den Einrichtungen.

00:09:18: Ich hab ja auch schon morgens bei euch angerufen und gesagt, hier brennt die Hütte, wir haben keine Leute mehr.

00:09:25: Habt ihr jemanden?

00:09:26: Und dann ist es immer cool, wie gut man sich da unterstützen kann

00:09:29: ... Ja, auf

00:09:30: jeden Fall.

00:09:30: Und ich finde das ein Riesenlob an die Eltern, dass wenn's so weit ist und wir die Gruppen nicht mehr abdecken können oder nicht mehr ... so wie wir uns das wünschen würden, schicken wir auch oftmals über unsere Kita App einen Schreiben raus.

00:09:48: Dass eben... Wir gerade extrem Personalmange haben!

00:09:51: Wenn die Möglichkeit hat seine Kinder bitte zu Hause betreut oder früher abholt und da muss ich sagen es klappt jedes Mal wirklich

00:09:57: gut.

00:09:58: Und da ist man dann auch wirklich dankbar für dass es wirklich so toll klappt und man da einfach gut durch diese Zeit gemeinsam kommt.

00:10:07: Da bin

00:10:07: ich ganz bei dir also kann nicht nur zurückgeben

00:10:10: Genau.

00:10:11: Ja, was gehört es ... Was ist denn noch herausfordernd, Ezi?

00:10:14: Herausfordernd ist ... Also das hat natürlich überwiegend gute Seiten

00:10:20: vielfalt.

00:10:21: Auf jeden Fall!

00:10:22: Aber natürlich bringt's auch Herausforderungen mit sich.

00:10:25: Weil viele Kulturen treffen eben aufeinander in der Gruppe.

00:10:29: Es kommen verschiedene Sprachen zusammen, verschiedene Entwicklungsstände, verschiedene Bedürfnisse aufgrund verschiedener Kulture und eben auch Lebenssituationen.

00:10:40: Da muss man einfach gucken, wie man das alles unter einen Hut bekommt.

00:10:46: Genau.

00:10:47: Bin ich auch ganz bei dir?

00:10:48: Haben wir gerade aktuell so ein Fall sprachlich gesehen, dass man da schon oft denkt und dann ... Wir arbeiten ja mit Übersetzer mit unseren Tablets.

00:10:58: aber das Problem ist ja wenn du der Sprache nicht mächtig bist, du weißt ja auch nicht immer was dort übersetzt wird.

00:11:07: Und denn wenn du manchmal die Blicke der Eltern siehst Dann denke ich auch manchmal, oh Gott was habe ich denn da jetzt geschrieben?

00:11:13: Und dann setzt ein das noch, na ich will nicht sagen noch mehr unter Druck.

00:11:16: Aber wo du denkst oh Gott es hat's jetzt nicht besser gemacht und dann versucht man sich irgendwie mit Händen und Füßen noch zu erklären.

00:11:24: Das ist manchmal auch... Also es ist schon ganz schön herausfordernd.

00:11:26: Wir haben bei uns in der Gruppe zwei Elternhäuser.

00:11:29: mit denen arbeite ich auch viel mit dem Übersetzer.

00:11:35: Meistens rettet das uns wirklich den Hintern.

00:11:38: Auf jeden Fall!

00:11:39: Man

00:11:39: bekommt

00:11:39: schon irgendwie

00:11:41: weiter, aber dann hat Mama da eben was reingesprochen und dann stand ich auch von dem Rätsel weil ich mir nicht sicher

00:11:48: war.

00:11:48: Du kannst dir das manchmal nicht zusammenreiben oder?

00:11:51: Ja.

00:11:51: Und dann stehst du da irgendwie da und du weißt nicht, was die Mama von dir möchte und die Mama weiß aber auch nicht wie sie es anders formulieren soll und dass ist wirklich, wirklich manchmal schwer, da irgendwie alle gut abzuholen.

00:12:05: Wir versuchen eben auch zu gucken, dass wir alle Eltern gut abruhen.

00:12:10: Auf jeden Fall!

00:12:11: Ich weiß bei uns... also durch die Kita-App haben sie ja oft die Möglichkeit dann die Aushänge sich einfach zu kopieren und zu übersetzen wenn es was wirklich Wichtiges gibt und wir wissen okay, die Information geht sonst an den Eltern verloren?

00:12:24: Dann versucht man jetzt unabhängig davon ob da alles richtig herauskommt oder nicht.

00:12:29: Versucht mal eben zum Beispiel einen kleinen Elternbrief mit dem Übersetzer zu schreiben und dann eben als gerade Rumfach zu hängen.

00:12:36: Genau!

00:12:37: Und ich glaube, da versucht man schon sehr viel zu machen und zu überbrücken.

00:12:41: Ja natürlich stellt es einem mal wieder voraus.

00:12:43: Also

00:12:44: letztens war's für mich, da habe ich schon kurzzeitig gedacht oh was ist das jetzt?

00:12:48: Wie komme ich da weiter?

00:12:49: Weil wir stand beide da, haben uns beigeguckt und dachten ich verstehe sie nicht, die versteht bis dich und der Übersetzer ja weil du konntest dir aus diesem übersetzten Satz nichts Ausmalen.

00:13:01: Also das war jetzt nicht irgendwie, dass du dachtest ja so, mmh?

00:13:04: Das war schon...ja

00:13:06: aber jetzt irgendwie Ja und ich glaube es geht halt auch viel darum, das zu probieren und von vornherein abzublocken.

00:13:14: und ich denke schon oder ich bekomme auch zurückgespiegelt, dass die Eltern da auch sehr dankbar sind Einfach probiert mit Händen und Füßen, wie oft ich schon eine Kita-Besichtigung auf Englisch gemacht habe.

00:13:27: Und ich denke immer mein Englische ist eigentlich ganz okay ja?

00:13:30: Ich hatte viele, viele Jahre Englisches.

00:13:32: Ja, hab meinen Abitur in Englischen gespürt.

00:13:33: Really?!

00:13:34: Yes!

00:13:35: Und wenn ich dann aber hier Eltern rumführe und denke wow...

00:13:39: Ja gut, aber da fehlt der ja auch ganz

00:13:40: viel.

00:13:41: Ja

00:13:41: gut.

00:13:41: Und Sprachlerntagebuch und Sparstandserhebung.

00:13:44: Fachliche,

00:13:45: ich sag mal, wie heiße kann ich dir aus sagen und vielleicht wo ich wohne und wo ich hin will.

00:13:48: Aber jetzt, ich kann nicht eine Kita beschreiben

00:13:51: Es ist wirklich...

00:13:52: Und was wir hier alles...

00:13:55: Ja,

00:13:57: wie manchmal so verhalten?

00:13:59: Es gibt ja auch herausforderndes Verhalten.

00:14:05: Das gehört auch mit zum Alltag war z.B.

00:14:08: auch bei einer Umfrage wo einige Kollegen sagen es auch.

00:14:11: manchmal kommt man das Tagesform abhängig Wo man denkt, oh schaff ich das?

00:14:17: Schaffe ich es nicht.

00:14:18: Was bedeutet es?

00:14:19: Manche Kinder reagieren mit Wut und Unruhe oder eben mit Rückzug.

00:14:24: Und ganz wichtig für uns ist ja nicht nur dass man sieht wie das Kind jetzt im Moment reagiert.

00:14:30: Wie ist das Verhalten sondern warum ist es denn so?

00:14:34: Man muss es verstehen!

00:14:38: Ja... sehr herausfordernd.

00:14:40: Wie oft für dieses Wort?

00:14:41: Ja, das ist ja wirklich faszinierend!

00:14:43: Ist ja so wie mein Zauberhaft oder mein... Genau, genau.

00:14:48: Und

00:14:48: oft denkt er bei so einem Verhalten auch im Bedürfnis dahinter.

00:14:52: Um es zu erkennen, ist manchmal sehr schwer.

00:14:54: Richtig und da ist wieder ganz wichtig

00:14:56: Beziehung

00:14:57: aufzubauen mit dem Kind Vertrauen vor allen Dingen dass sich das Kind auch öffnet.

00:15:02: Naja und manchmal bringt es nur was das Kind eben Daneben zu begleiten, einfach nur da zu sein.

00:15:09: Also ich kann mich an der Situation erinnern.

00:15:11: Ich hatte in meiner letzten Gruppe als wir dann Tintenglexe waren und quasi kurz vor der Schule waren.

00:15:17: Hatt ich ein Mädchen das hatte ganz stark gefühlt aus Brüche.

00:15:20: Ja unerklärlich teilweise Und ich habe mich dann zu ihr mit in die Galerobe gesetzt hab die türen zugemacht dass wirklich nur wir beide da waren und ich konnte nichts mehr machen außer Bei jetzt so sein So rundheran zu bieten wenn was ist.

00:15:35: ich bin da Ich sitze jetzt mit dir hier, ich halte das jetzt mit ihr aus und sie kam dann irgendwann.

00:15:43: Aber in dem Moment geht es nicht.

00:15:46: Also konnte sie das nicht?

00:15:48: Wir hatten aber auch die Zeit und das Personal dafür.

00:15:53: Da ist es ja wieder wenn du das Personal da hast und du die Zeit dafür hast kannst du dir einfach die Zeit nehmen.

00:15:59: Aber es gibt manchmal Sachen, da musst du dir die Zeit, ob du sie hast oder nicht!

00:16:05: hab ich zum Beispiel noch ein Kind in Erinnerung, das ist schon lange her im Huge.

00:16:10: Da war es ähnlich also richtig wütend mit Schlagen und Treten Und da war's auch wichtig einfach dazu sein und einfach zu sagen wenn was isst.

00:16:21: Ich bin hier Man ist auch nicht gleich rangekommen.

00:16:25: Aber von daher und da fand ich auch ganz wichtig dass man die Zeit eben hat Ja genau und

00:16:31: ja

00:16:32: Was da ganz wichtig vor allen Dingen ist, ist die Zusammenarbeit mit Eltern.

00:16:37: Easy!

00:16:38: Da hast du recht?

00:16:39: Weil

00:16:40: sie kann manchmal auch

00:16:41: herausfordernd sein.

00:16:44: Genau weil die Eltern haben natürlich alle unterschiedlicher Warten.

00:16:48: Für einiges ist es immer noch nur... Also es geht halt keine Bildungsstätte sondern wirklich nur Betreuung und für andere älteren haben dann so sehr, sehr hoch erwartet.

00:17:00: Dass die Kinder hier am besten schon lesen und schreiben werden.

00:17:03: Richtig!

00:17:04: Wo wir auch sagen ja, wir haben einen Bildungsauftrag

00:17:06: aber nicht diesen, dass sie nicht schreiben.

00:17:08: Nicht diesen genau.

00:17:10: Und da zwischen allen... Und dann gibt es natürlich ganz viele Eltern dazwischen so.

00:17:15: Das ist wirklich schwer alle abzuholen.

00:17:19: Wir wissen, wir können das nicht allen Eltern gerecht machen.

00:17:21: Wir müssen uns an unserem Bildungs Auftrag halten.

00:17:27: Versuchen wir einfach, so gut es geht irgendwie alle Eltern immer mit abzuholen.

00:17:30: Na

00:17:30: ja, ich finde immer ganz wichtig ist ja auch ein respektvoller Umgang.

00:17:34: man sollte offen miteinander sein und vor allen Dingen die Kommunikation muss

00:17:37: hin.

00:17:38: Also wenn ich was habe würde ich jederzeit über ich bin ja dass sich dann jederzeit auf die Eltern zu gehen.

00:17:43: aber Ich finde auch genauso wichtig müssen die Eltern wissen das sie auch jederzeit Auf uns zukommen können egal Wenn was ist jetzt Ja und ich finde das macht Das so wichtig.

00:17:56: Dann haben wir aber auch noch einen wahnsinnigen Zeit.

00:18:00: Ja, der ist auch ganz schön.

00:18:01: und

00:18:02: Dokumentationsdruck.

00:18:03: Also man muss ja mal dazu sagen... Auch wenn wir gerne Kaffee trinken und Kuchen essen und auch mit den Kindern gerne spielen, haben wir noch viele andere Dinge

00:18:14: die im

00:18:15: Hintergrund passieren, die wir aufgrund unseres Portfolios erledigen müssen.

00:18:21: also ob es Beobachtungen sind, die zweimal im Jahr von jedem Kind von mehreren Personen geschrieben werden müssen.

00:18:28: Ob es die Sprachlern-Tagebücher sind zukünftig die Portfolios, die Entwicklungsberichte, die geschrieben werden mussten.

00:18:38: Allgemein noch kleine Beobachtenung, die uns auffallen und vielleicht so ein bisschen Bauchschmerzen machen.

00:18:44: Das hat sich ja jetzt nicht damit erledigt, dass wir jedes Kind zweimal mehr beobachtet haben sondern alle Dinge, müssen eben dokumentiert werden.

00:18:54: Wir haben es bei uns so, dass auch die sprachliche Entwicklung der Kinder dokumentiert wird muss.

00:18:58: Das heißt wir schreiben regelmäßig Sätze, die die Kinder im Kita-Alltag fallen lassen auf und hängen sie dann aus.

00:19:05: Die werden in die Sprachländergebücher geheftet.

00:19:08: Du musst... Bei uns in der Gruppe, einem Jahr vor dem Schul-Eintritt die Sprachstandseinhebungen machen.

00:19:16: Dann musst du im letzten Jahr die Lerndokumentationen und den Sprachlerntagebuch machen.

00:19:22: Da kommt einfach super viel zusammen wenn die Kinder...

00:19:24: Du brauchst auch oft die Zeit an deinem Kind eigentlich auch fehlt was du ja nicht mit dem Kind zusammen machst?

00:19:28: Genau!

00:19:28: Du machst ja vieles nicht mit diesem Kind zusammen natürlich

00:19:30: gerade so mit dem Sprachlärm.

00:19:32: Die Tagebuch ohne Frage macht

00:19:33: viel mit den Kindern zusammen also grade dann wenn sie eben anfangen zu sprechen.

00:19:38: Aber ja, viel machst du einfach ohne das Kind und musst dich in deinem kleinen Team mit deinen Kolleginnen absprechen.

00:19:45: Wann sich wer eben dafür rauszieht?

00:19:48: Auf jeden Fall!

00:19:49: Und ihr müsst nämlich gerade noch eingefallen, grade in Gruppe Rot oder wenn eben Kinder neuen unsere Einrichtungen kommen und umgewöhnt werden hast Du auch nochmal ein Reflektionsgespräch am Anfang.

00:19:58: also du schreibst jenetag auf wie war der Tagschusskind Abschlussgespräche.

00:20:03: Wenn die Kinder, äh ... Die Schule verlassen wollte ich gerade sagen!

00:20:06: Wenn die Kindern die Kita verlassen und auf dem Weg zur Schule sind?

00:20:09: Ja, da sind

00:20:10: ja auch regelmäßig Abschluss-Gesprächen statt.

00:20:11: also...

00:20:12: Du führst mit den Kindern ab dem vierten Lebensjahr Bildungsgespräch mit.

00:20:16: im Sprachlehrentagebuch wo du dich wirklich mit dem Kind hinsetzt dir am besten mit einem Digitier geredet, ähm quasi

00:20:25: wo du aber wieder mit dem Kind da sitzt, weil es finde ich ja wieder schön.

00:20:28: Aber?

00:20:29: Du musst das ja danach noch aufschreiben und das nimmt immer viel Zeit an.

00:20:32: Spruch... Ja,

00:20:33: das

00:20:33: stimmt.

00:20:34: Und dass ist wirklich viel Schreibarbeit die man so hat und ich glaube die viele einfach nicht auf einem Schirm haben.

00:20:41: Nee!

00:20:42: Woher

00:20:43: auch?!

00:20:43: Wenn

00:20:44: du nicht in der Materie drin bist weiß man vieles glaub' ich aber unbewusst.

00:20:49: Also,

00:20:49: Angebotsplanungen.

00:20:51: Stimmt!

00:20:52: Da war es wieder.

00:20:52: Projektplanung.

00:20:54: Genau,

00:20:54: stimmt ja.

00:20:55: Fotos ausdrucken und mit den Kindern drüber sprechen beschriften...

00:21:00: Das ist eigentlich so viel.

00:21:01: Es

00:21:01: ist wirklich sehr viel.

00:21:02: Und trotzdem

00:21:05: kriegen wir das irgendwie hin.

00:21:06: Immerhin toll.

00:21:07: Man muss auch sagen also wir sind ja gut im Joggieren.

00:21:10: Als Sie erkriegen das glaube ich gut hin da zu joggieren und zu gucken wo kann ich mir irgendwie Zeit dafür nehmen?

00:21:18: Ja, das ist so viel zu Dokumentation.

00:21:20: Genau!

00:21:20: Aber was ich auch für dich finde, ist ein Thema, was auch... Ich würde jetzt nicht sagen alle Kollegen aber einige glaube ich schon damit zu

00:21:29: tun

00:21:29: haben.

00:21:29: also nicht nur in unseren Kitas.

00:21:30: generell ist die emotionale Belastung weil es ist laut

00:21:35: ja

00:21:36: Es ist immer laut in der Kita da kann es noch so gedämmt sein es ist laut Die Verantwortung die man hat Und der Zeitdruck.

00:21:44: Da ist er wieder!

00:21:45: Genau, und das finde ich kann auf Dauer erschöpfend sein.

00:21:48: also da muss man schon selbst auf sich achten und ich finde selbst für Sorge ist auch kein Luxus sondern notwendig langfristig gesund in diesem Beruf zu bleiben.

00:21:59: Stimmt,

00:22:00: also ich merke es ganz oft dass wie gesagt es ist irgendwie... Ich hatte heute eine Supervision und da habe ich genau das gleiche Beispiel.

00:22:08: Das hast

00:22:08: du schon letztes mal

00:22:09: gehabt Echt?

00:22:10: Hast du es auch gesagt?

00:22:11: Ja, ist ja witzig.

00:22:12: Ich hatte heute meine zweite Supervisionssitzung und da ging's auch eben... sind wir irgendwie auf das Thema gekommen dass man an manchen Tagen Stress besser aushalten kann Und an manche Tagen sitzt Du irgendwie um drei viertel acht sieben oder vierzig für alle die mit dreiviertel nichts anfangen können.

00:22:34: Viertelfahrt Fünfzehn Minuten bis um acht.

00:22:41: Sitzt du ja da und an manchen Tagen wurde bis dreiviertel acht irgendwie dein Name schon seventy-fünfe mal in unterschiedlichen Tonlagen und Lautstellen

00:22:51: gesagt.

00:22:52: An einigen Tagen kann ich das total gut ausschalten, ne?

00:22:54: Da bin ich super entspannt.

00:22:55: aber es kommt ja auch ganz oft so auf den eigenen Gemütszustand an und wie ich merke ich bin sowieso schon so'n bisschen Ja, irgendwie so angepiext oder dünn beseitet.

00:23:06: Oder was auch immer?

00:23:07: Man hat ja nicht immer

00:23:09: einen guten Tag.

00:23:10: Wenn jetzt der Sechsohn-Siebzigste noch mal meinen Namen sagt ... Ich kann nicht mehr!

00:23:14: Das um drei, vierte, acht Uhr morgens zieht sich natürlich dann durch den ganzen Tag und ich weiß nicht wie es dir geht.

00:23:19: Es gibt Tage da kann ich meinen Namen nicht hören Da würde ich mir Wüttelschen.

00:23:23: Ich heiße nicht Easy sondern ... Nee das habe ich nicht.

00:23:26: Vanuela oder so?

00:23:28: Weil es gibt Tage, da kann man meinen Namen gar nicht mehr hören.

00:23:31: Wenn jemand schon sagt easy, denkst du auch nicht.

00:23:33: Wirklich?

00:23:34: Das hab

00:23:34: ich überhaupt gar nicht.

00:23:35: Doch das geht mir immer öfter suchen.

00:23:38: Nee.

00:23:39: Ich weiß was du meinst.

00:23:40: bis drei viertel

00:23:40: acht.

00:23:41: Dein Name zu hören aber jetzt so dass ich den gar nicht hätt?

00:23:44: Nee.

00:23:45: Doch an manchen Tagen kann ich das nicht aushalten und es gibt auch Tage da steige ich ins Auto.

00:23:49: Ja, das ist ja auch.

00:23:50: Ich weiß nicht was du noch möchtest.

00:23:51: Der Radio bleibt aus.

00:23:52: Ja ich bin ein absoluter Musikmensch.

00:23:56: Und am besten noch laut und mit singen?

00:23:57: Genau!

00:23:58: Aber es gibt Tage da möchte ich keine Musik hören.

00:24:00: Richtig...

00:24:00: Und es gibt Tage, dass steige ich ins Auto und denke ach du musst noch telefonieren, telefonierst du und ich mach danach das Radio nicht an fahre nach Hause und denke ins Haus sag mal du hast dir aber kein Radio gehört.

00:24:13: Das hat eben dann gar nicht gefehlt.

00:24:15: Das war so, da hat man in die Ruhe genossen.

00:24:17: Das stimmt!

00:24:19: Und ich finde, man merkt auch ganz so, es gibt Tage, die laugen ein emotional total aus.

00:24:25: Da bin ich nicht nur emotional also auch körperlich, dann komme ich nach Hause und denke... Couch!

00:24:31: Ich bin... das waren viel zu viele Reize?

00:24:35: Ja, das stimmt

00:24:36: Es geht ja nicht nur den Kindern so viele Kinder einfach völlig reizüberflutet sind durch größere Gruppen, lautstärke Konflikte etc.

00:24:44: Es geht uns ja auch so wichtig um Menschen.

00:24:46: und es gibt Menschen die besser eben mit diesen Reizen umgehen können und Menschen die halt nicht so gut damit umgehen kann.

00:24:51: oder manche Tagen fällt mir das sehr schwer.

00:24:54: da geh ich nach Hause und denke lasst mich jetzt allen Ruhe.

00:24:58: Ich möchte nur auf meine Kautchen.

00:24:59: Aber ich glaube das hat jeder mal und ich glaube dass hat auch jeder in seinem Beruf.

00:25:03: Ja, wahrscheinlich.

00:25:03: Also

00:25:03: das hat auch nicht nur was mit Erziehern zu tun.

00:25:06: also ich glaube so eine Tage kennt oder kennt jeder

00:25:08: ja

00:25:09: bestimmt genau.

00:25:10: für mich noch ein ganz wichtiger Punkt weil ich es fast täglich habe Das sind jetzt die Apulzeiten aber mehr die Bringzeiten Also Bringzeiten sowieso, Abholzeiten auch mal gerade wenn alle draußen im Garten sind oder so.

00:25:26: Da ist es zum Beispiel bei den Bringzeiten... Bei uns ist es ja unten im Hugenottenhof das der blaue Bereich also der offene Bereich hier unten im Untergeschoss ist und wir haben dort einen Empfangsdresen weil wir so viele Kinder haben Und da ist es natürlich manchmal so dass viele Eltern gleichzeitig kommen

00:25:42: Ja

00:25:43: Du hast aber noch fünf Kinder hinter dir zu stehen die was von dir wollen.

00:25:47: Einige wollen den aber die Eltern nicht loslassen, aber die Eltern wollen ja dann noch ein Gespräch mit dir.

00:25:51: Also hast du vielleicht weinende Kindereltern, die in Gesprächen

00:25:55: wollen?

00:25:55: Und Kinder, die was von dir wollen!

00:25:56: Und

00:25:56: Kinder ,die was wollen.

00:25:57: So wie diese Situation ich dir vorhin erzählt habe früh um acht.

00:26:00: Genau und andere drehen auf und rennen und schreien und trubeln.

00:26:07: Eigentlich ist man wie so eine Krak.

00:26:09: Man bräuchte acht Arme, drei Köpfe oder

00:26:11: so ... Du kannst dich gar nicht konzentrieren?

00:26:13: Musst du manchmal in dich kehren und denken, ach, du Schande!

00:26:16: Das gab ich nicht oft.

00:26:18: Aber das passiert mir schon bei Bringsituationen, wo ich kurz auch sage, ey stopp Kinder, geh jetzt bitte ins Atelier oder in den Gruppenraum.

00:26:25: Ich muss ganz kurz ein Gespräch oder muss das Kind mal... Es ist ja auch nicht schön, wenn gerade die Kinder kommen, die jetzt so ein bisschen traurig sind.

00:26:33: Die wollen sich nicht lösen von den Eltern.

00:26:35: und dann kommt er schon geballt fünf Kinder auf einen Zug gerannt und ah!

00:26:41: Oh ich musste mal kurz gehen?

00:26:43: Sag mal... Ist das

00:26:45: ermühten was

00:26:46: ich erzähle?

00:26:46: Nein, nein der tag jetzt herausfordert für dich.

00:26:49: Das ist herausfordernd.

00:26:50: zuzuhören heute um äh Ich ist einfach wenig sauerstoffwärts drin, muss man auch sagen.

00:26:58: Nee verstehe ich und du kannst... also das finde ich dann immer so schwer dass du halt keinem richtig gerecht werden kannst.

00:27:05: Du kannst ja nicht den Kindern gerecht sein die hinter dir stehen oder was wollen.

00:27:09: noch gerecht gegenüber den Eltern die jetzt ein Gespräch irgendwie kurz mit ihr möchten noch den Kindern denen es ihm schwer fällt und die du ja eigentlich unterstützen möchtest sich zu lösen.

00:27:19: Genau.

00:27:19: Und deswegen kann ich das verstehen, dass man da eben sagt zu den Kindern die ja gut angekommen sind, dir was mitteilen wollen, dass sie bitte kurz warten müssen Sie auch lernen Ja aber da zu gucken welche Bedürfnisse kann ich jetzt irgendwie sofort befriedigen und welche müssten jetzt einfach mal hinten

00:27:36: angestellt werden Es hat doch immer so ein Beigeschmack von chaotisch finde ich Wenn da so viel Gewusel mit Kindern und die Eltern kommen, der möchte vielleicht noch was.

00:27:48: Das Kind kann sich nicht trennen.

00:27:50: Also ist immer ein bisschen wo ich dann manchmal denke ...

00:27:54: Aber ja... Was sind denn so gute Wege um mit Herausforderungen umzugehen?

00:28:00: Gutes Teamkommunikation.

00:28:02: Ja, gute Absprachen.

00:28:03: Find ich ganz wichtig!

00:28:05: Die sollten getroffen

00:28:05: werden.

00:28:06: Das stimmt natürlich auch Strukturen im Alltag.

00:28:10: Nicht nur den Kindern Sicherheit, sondern auch uns.

00:28:12: Also ich bin immer ganz froh gerade jetzt bei so einer Woche wo wir eben zu zweit in der Gruppe sind dass ich ganz genau weiß Wir gehen am Montag in die Sauna Dienstag haben wir Sport mit Dennis Nachmittags ist Yoga Gut diese Woche nicht Mitwoch haben wir sport mit Sylvia Donnerstag ist Musikschule Freitag ist quasi frei Und so weißt du ja auch okay Die Woche ist schon fix geplant

00:28:35: Du hast schon einen straighten Plan

00:28:37: Und das gibt ja irgendwie Sicherheit, weil du weißt die Kinder haben auf jeden Fall ihr festes Programm.

00:28:41: Wir können unser Programm dann noch drumherum bauen und genau deswegen finde ich Struktur auch einfach immer wichtig.

00:28:46: Genau

00:28:47: was ich ganz wichtig finde ist die offene Kommunikation mit Eltern.

00:28:51: Ich finde es ist auch ein absolutes A&O Weil das schafft auch absolut Vertrauen zwischen Eltern und Erzieher Und vielleicht auch ganz wichtig die Selbstversorgung.

00:29:01: Vielleicht auch mal zu sagen, ich kann nicht mehr bis hierhin und nicht weiter.

00:29:04: Ich brauche meine Pause, ich brauche mal frische Luft

00:29:06: oder ich brauch einfach Hilfe.

00:29:10: Also

00:29:10: ich bin ja auch so ein Mensch, ne?

00:29:11: Nein

00:29:12: das ist ja so... Ist gar

00:29:13: kein Problem!

00:29:14: Gib mir noch eine Aufgabe,

00:29:16: ne?!

00:29:16: Was ist jetzt gerade so ein Wunderpunkt?

00:29:18: natürlich, Hilfe annehmen ist ganz, ganz wichtig.

00:29:21: Ist

00:29:21: wohl sehr aktuell, ja?

00:29:24: Ja da sprechen ja die beiden Richtigen jetzt miteinander

00:29:27: Genau.

00:29:30: Wie ich vorhin schon sagte, wir hatten eine Umfrage gemacht.

00:29:33: für uns war mal so ein bisschen zu sehen wo sieht sich unser Team bei welchen Herausforderungen und eigentlich alles das was wir hier gesagt haben kam immer wieder vor.

00:29:49: Also bei ganz, ganz vielen.

00:29:50: Wie gesagt an erster Stelle war wirklich Personalmangel.

00:29:53: Aber ob jetzt hier verhaltensauffällige Kinder oder Bring- und Abholzeiten, Dokumentationsdruck ist alles... Alles?

00:30:04: Was euch auch im Team betrifft.

00:30:06: Richtig!

00:30:07: Also tatsächlich muss ich sagen, ich sollte diese Umfrage auch machen.

00:30:12: Es lag so ein bisschen wahrscheinlich bei uns zwar noch ein bisschen Zeitmangel

00:30:17: Meine Aufgaben zurzeit sind sehr herausfordernd.

00:30:21: Und wie gesagt, da bin ich auch noch mit meiner Kollegin gerade zu zweit.

00:30:26: Deswegen habe ich das leider nicht geschafft.

00:30:27: aber meine Kollegin meinte zum Beispiel dass es für sie auch eine riesen Herausforderung ist irgendwie alle Bedürfnisse unter den Hut zu kriegen.

00:30:34: Richtig!

00:30:35: Aber wir sagen jetzt hier so böse Herausforderungen, Herausforderungen und Herausforderungen.

00:30:40: eigentlich sind Sie wichtig.

00:30:42: Und warum?

00:30:43: Weil

00:30:44: sie dadurch die Entwicklung möglich machen.

00:30:48: Ja, auch wenn Sie sich halt im Moment schwierig anfühlen.

00:30:50: Aber Sie gehören zum Alltag dazu besonders im Kita-Alltag.

00:30:55: Sie sind anstrengend ohne Frage aber auch unglaublich wichtig und ich finde durch diese schwierigen Situationen lernen wir ja dazu und wir entwickeln dadurch auch neue Fähigkeiten... Das stimmt!

00:31:08: ...und wachsen über uns hinaus.

00:31:09: also Weil es funktioniert ja immer.

00:31:12: Ja,

00:31:12: ich muss auch sagen...

00:31:14: Ich bin zum Beispiel so ein Mensch und wenn ich weiß ach du Schande!

00:31:18: Das geht nicht weil vielleicht Personaltechnisch das ist oder dass das das?

00:31:23: Aber ich bin super stolz auf mich.

00:31:25: Gebe ich ganz ehrlich zu, wenn ich nach Hause fahre und denke,

00:31:28: geil!

00:31:28: Richtig gerockt.

00:31:29: Richtig geil den Tag hast du gerocht.

00:31:31: Du hast mit deinen Kindern dieses Angebot gemacht.

00:31:33: Du konntest das machen.

00:31:35: Und ich finde es gibt ein so ein ganz tolles Gefühl.

00:31:38: Das geht mir auch so.

00:31:39: also wir hatten jetzt so ein bisschen Bammel vor der Woche.

00:31:41: Also Bammeln klingt so negativ.

00:31:44: Wir schaffen das so aber

00:31:46: man ist schon so'n bisschen mit einem kleines Bauchschmerz,

00:31:51: ob

00:31:51: du das wirklich umsetzen kannst.

00:31:53: Genau

00:31:53: und dann war so der Montag vorbei und wir dachten, boah dafür dass wir zu zweit waren, haben wir einen Montag viel geschafft.

00:32:02: Da ist man richtig so...

00:32:03: Wir waren dann draußen in der Sauna, wir haben den Angebot noch gemacht hat sich einfach gut angefühlt.

00:32:10: Deswegen kann ich das so nachvollziehen, was du meinst.

00:32:13: Genau und was ist noch ganz wichtig?

00:32:15: Kinder haben ja auch Herausforderungen oder die sie auch im Alltag zu bewältigen haben.

00:32:22: Und was wollte ich sagen?

00:32:26: Ich habe den Fahren verloren!

00:32:28: Das sind Kinder ja auch Erausforderung.

00:32:30: Genau dass Sie dadurch ja Selbstvertrauen aufbauen und lernen und selbst ja auch Probleme lösen.

00:32:34: Ja genau.

00:32:36: Was bedeutet es für uns?

00:32:38: Sie sind eine Chance, die eigene Haltung zu reflektieren Und professionell sich weiterzuentwickeln.

00:32:45: Ja, zauberhaft

00:32:45: oder?

00:32:46: Zauberhaft!

00:32:46: Haben

00:32:46: wir da jetzt noch ein Fazit zu?

00:32:48: Naja das wird täglich ja vor großen Herausforderungen stehen und dass wir sie aber meistens mit viel Engagement, Geduld und Herz meistern.

00:32:56: Und dann dieses

00:32:57: Boah waren die gut.

00:32:58: Ja eben, genau.

00:33:01: Oder hier viele Herausforderung... Dann würde ich jetzt aber sagen, kommen wir lieber zu was Schöne.

00:33:09: Wir haben uns wirklich ein bisschen verquatscht!

00:33:11: Haben wir?

00:33:12: Ist es schon sechzehn oder

00:33:13: vier?!

00:33:14: NEIN

00:33:14: DOCH!

00:33:15: Ich werd ja verrückt!

00:33:17: Deswegen würd' ich sagen schwenken wir einfach gleich zu unseren hoffentlich nicht herausfordernden...

00:33:21: Nein.

00:33:22: Kita Moments.

00:33:22: Ich hab

00:33:23: ein lustiges.

00:33:25: Ich habe heute mal was ganz anderes.

00:33:26: Das wird was ganz Anderes.

00:33:27: Soll ich anfangen?

00:33:28: Nee ist das wurscht.

00:33:29: Willst du anfangen

00:33:29: ?

00:33:29: Ist mir egal.

00:33:30: Ich kann anfangen.

00:33:31: Okay.

00:33:32: Pass auf, ich fange an.

00:33:33: Also stelle hier vor

00:33:34: Oh Gott, schon wieder sowas.

00:33:35: Ja?

00:33:36: Ich mach dir auch so!

00:33:37: Nein, nein, nein... Ich war mit unseren Tintenklechsen im Krimmelprojekt und da hatten wir so eine Aufgabe und ich wollte was zeigen und ich saß so auf dem Stuhl und habe gesagt kommt doch mal bitte alle zu mir ran.

00:33:51: Ich mag das immer gerne wenn ich die alle um mich drum habe und ich mit denen so richtig auf Augenhöhe so erzählen und denen es sein kann.

00:33:58: und vor allem ist es ein Kind.

00:34:03: Also, es saßen ja mehrere vor mir und ich sag dann so auf einmal so was riecht hier?

00:34:08: So.

00:34:09: Und das Kind denn so... Ich hab gepupst!

00:34:14: Da sage ich wie

00:34:15: bitte?!

00:34:16: Ja, ich habe gepupzt aber weißt du, Klassid, ich pupse am liebsten am Wochenende mit meinem Papa.

00:34:24: Das sage ich was machst du?

00:34:25: Ja, das ist mal lustig und Papa pupst auch immer ganz viel.

00:34:30: Wirklich.

00:34:30: Du, ich hab gedacht, das geht doch gar nicht.

00:34:32: also ich war jetzt kurz sprachlos.

00:34:35: Ich habe mich jetzt nicht kaputt gelacht oder ich musste schmunzeln und hab gedacht, wie ehrlich sind eigentlich bitte Kinder?

00:34:41: Ja.

00:34:41: Und also ich möchte nur allen Eltern mal sagen... wir wissen viel!

00:34:48: Wir wissen sehr viel!

00:34:50: Sehr vieles.

00:34:51: Wir wissen auch wer hier poopsst und andere

00:34:54: Dinge machte.

00:34:57: Und zu welcher Konstellationen

00:34:58: und die auch immer

00:34:59: und was man da gemacht hat.

00:35:02: Kinder erzählen so viel, das ist so schön.

00:35:05: Oftmals auch Dinge wo ich mir denke, ja, das hätte ich jetzt nicht wissen

00:35:10: müssen... Aber gut, akzeptieren die auch so!

00:35:11: Wir reden

00:35:13: einfach nicht noch mal drüber.

00:35:16: Ja herrlich.

00:35:17: Mein Kita-Moment, ich musste so lachen weil ich habe gerade an meine schöne Glatze gedacht, wo das Kind aus meiner Gruppe so ehrlich war.

00:35:24: Ähm, ich wollte mir heute morgen eigentlich meine schöne Glatze machen.

00:35:28: Und dann dachte ich, ey, ich kann nicht jedes Mal wenn wir den Podcast aufnehmen, meine Haare zurückmachen!

00:35:32: Deswegen

00:35:32: keine schöne

00:35:33: glatze für

00:35:34: dich heute.

00:35:34: Das war ein guter Moment?

00:35:35: Nein das war nicht mein Kita-Moment.

00:35:36: Ach so, ich möchte sein...

00:35:37: Nein nein nein nein.

00:35:37: Mein Kita-Moment ist was anderes und zwar äh wie ich ja beim letzten mal erzählt habe darf ich jetzt eine neue Position quasi begleiten.

00:35:48: du guckst so Begleiden?

00:35:50: Bekleiden Bekleiden?

00:35:53: Ja, ich hab

00:35:53: begleitend.

00:35:54: Nein!

00:35:54: Bekleidend.

00:35:56: Die Leitung dieses Hauses so.

00:35:58: Und ich muss sagen es ist sehr herausfordernd gerade... Den Spagat zwischen Leitungstätigkeiten und Büroarbeit und Gruppe zu schaffen.

00:36:13: Und der Kita-Moment den widmen wir jetzt meinen beiden Gruppenkolleginnen weil die haben wirklich in den letzten Wochen richtig viel durchgestanden und mich zu jeder Zeit rausgeschickt.

00:36:25: Und ich muss sagen, ich habe in den vergangenen Wochen gemerkt was für eine tolle Dreikonstellation wir sind und wie toll das funktioniert, ob dass ich mich jederzeit so auf die beiden verlassen kann und die mir immer den Rücken jetzt frei gehalten haben auch in der letzten Woche.

00:36:41: Es waren ja noch Osterferien Und wir hatten weniger Kinder und ich war so gut wie jeden Tag irgendwie im Büro.

00:36:51: Ich glaube, das ist nicht selbstverständlich...

00:36:52: Also Grüße gehen

00:36:53: raus!

00:36:54: Grüße an meine beiden Kolleginnen und die Zauberhaften!

00:37:01: Danke, dass ihr den Gruppenalltag trotzdem immer so toll rockt und ich mich immer auf euch verlassen kann.

00:37:07: Trotz der ganzen Herausforderungen?

00:37:08: Ja

00:37:08: trotz der Herausforderung die ich mit denen ich mich auseinandersetzen muss, die dann aber ja gleichzeitig auch für euch Herausforderungen bedeuten weil ihr dann zu zweit eben in der Gruppe seid.

00:37:19: Das

00:37:19: ist manchmal ganz schön

00:37:22: herausfordernd!

00:37:23: Deswegen ein riesen fettes Danke an euch.

00:37:25: Ihr seid ... Toll Ja, das war mein Kita-Moment.

00:37:29: Ich wollte jetzt mal was anderes machen.

00:37:31: Das hast du zauberhaft gesagt!

00:37:32: Zauberhaft?

00:37:33: Ja, dass wird dich ganz toll und es ist auch gar nicht so herausfordernd.

00:37:36: Zauberghaft zu sagen

00:37:38: oder?

00:37:38: Nein, so was schönes zu sagen.

00:37:39: Nein alles gut.

00:37:41: Ach herrlich.

00:37:42: Ja, ja easy.

00:37:44: Schöner am Ende, wa?

00:37:45: Doch, sind wir schon wieder durch.

00:37:47: Schade Wir können jetzt eigentlich hier noch ein bisschen weiter schnattern Aber leider ist uns der Graf zu neigengegangen.

00:37:53: Bei mir geht es noch ein bisschen, aber

00:37:55: die Kerstin... Schoki ist noch da?

00:37:57: Ja, aber wir können erst mal das Mikro auslesen, weil sonst knistert er so dort.

00:38:00: Das stimmt alles!

00:38:00: Deswegen würde ich sagen machen wir gleich ganz schnell das Mikrophon

00:38:03: aus und essen noch ein Stück Schoki und wünschen euch bis dahin eine schöne Zeit, lasst es euch gut gehen, bleibt gesund

00:38:09: Und wir hören uns dann im Mai wieder.

00:38:13: Ari wieder?

00:38:14: Alles neu im Mai.

00:38:16: Tschüss!

00:38:19: Tschüss Ich bin mal.

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